Erweiterung der Kinderkrippe führt zu Diskussion

Einen ersten Entwurf für die neue Kinderkrippe hatte Architekt Stefan Hayek im Gepäck. Im Erdgeschoss sind die Gruppen- und Schlafräume untergebracht sowie die Leitung und die Garderobe. Aus Kostengründen wird auf einen Keller verzichtet, das Dachgeschoss sei relativ groß dimensioniert im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung. Geplant sind dort Personalräume, die Technik und ein Lagerraum. Eine erste Kostenschätzung liegt bei rund 1,3 Millionen Euro ohne Baunebenkosten. „Es sind allerdings noch viele Faktoren offen und daher kann der Preis noch schwanken“, sagte Stefan Hayek. Potenzial zur Kostenreduzierung gebe es allemal.

Bei der Erweiterung um eine Gruppe sieht der Architekt keine Probleme, bei zwei Gruppen könnte es allerdings schwierig werden. Aber nicht unmöglich, wie Stefan Hayek im Verlauf der weiteren Diskussion betonte. Bei dem Bau einer vierten Gruppe müsse bis an die Grenzen gebaut werden, was mit dem Landratsamt besprochen werden müsse. „Wann wird eine vierte Gruppe Realität?“, stellte der Architekt in den Raum.

Aber genau diese Frage spielte eine große Rolle für das Gremium. Denn zu kurz denken wollte kaum keiner, die Frage nach einer möglichen Erweiterung tauchte immer wieder auf. Ursprünglich hatte sich der Gemeinderat auf einen Standort neben dem Kindergarten geeinigt (wir berichteten). Aber bei einem Neubau mit zwei Gruppen bleibt ein Teil der Krippe vorerst in den bestehenden Räumen in der Grundschule – eine deutliche örtliche Trennung. Nun lag in der jüngsten Sitzung ein Entwurf für ein Grundstück hinter der Schule vor.

Bürgermeister Helmut Kirmeier sah in dem neuen Standort viele Vorteile: Das Grundstück gehöre der Gemeinde, die Erschließung sei bereits vorhanden, Turnhalle und Hartplatz der Grundschule könnten genutzt werden und durch die Nähe zur bestehenden Kinderkrippe lasse sich Geld sparen.

Der Gedanke, dass alte und neue Krippe künftig als Einheit an einem gemeinsamen Standort sein sollen, fanden Thomas Axenbeck, Bernhard Aigner (beide CSU) und Georg Stöckl (ÜWG) nicht schlecht, wollen aber eine Erweiterung auf vier Gruppen sichergestellt wissen. Sie brachten ein Nachbargrundstück ins Spiel, das sich die Gemeinde sichern soll. Stöckl machte den Grundstückserwerb sogar davon abhängig, ob dort die Kinderkrippe gebaut werden soll.

Vor der Entscheidung hätte Klaus Neßler (ÜWG) gerne einen Finanzplan vorliegen. „Wie wird der Neubau finanziert? Was ist Wunsch und was ist möglich?“ Bertram Häußler bezweifelte, ob der Bedarf für den Krippenneubau jetzt schon gegeben sei. Denn angesichts der geplanten Erweiterung des Kindergartens komme finanziell viel auf die Gemeinde zu. „Wie ist das zu stemmen?“

Antworten auf mögliche Darlehen, Zinsen und Laufzeit konnte Bürgermeister Helmut Kirmeier zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben. Zum einen liege noch kein Haushalt vor, zum anderen könne er nicht abschätzen, wie der Zinssatz in zwei Jahren stehe. Sicher sei nur, dass die Gemeinde einen Kredit brauchen wird. „Es wäre sträflich, wenn wir die Zinslage jetzt nicht nutzen. Die Gemeinde wächst nur, wenn auch die Infrastruktur da ist.“

Dem neuen Standort inmitten der Bebauung konnte Stefan Erfurt (W-E-W) nichts abgewinnen. „Dort ist Platz für zwei Gruppen, aber was dann?“ Er favorisierte den ursprünglichen Standort am Kindergarten. Eine vierte Gruppe werde über kurz oder lang benötigt, und auch der Kindergarten werde wachsen. „Das ist wieder keine Lösung für die Zukunft. Günstig ist nicht immer die ideale Lösung“, kritisierte er. Die Gemeinde sei mit dem Standort am Kindergarten bereits auf einem guten Weg gewesen. „Dort ist Platz für eine Entwicklung.“ Auch seine Fraktionskollegen sahen einen Bau hinter der Schule kritisch. Mit dem kleinen Grundstück sei der Plan „zu kurz gedacht“, merkte Andrea Deißenböck (W-E-W) an. Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Grundstück sah auch Georg Schwenk nicht. Für ihn stand das nicht im Einklang mit der weiteren Entwicklung der Gemeinde. Einerseits große Baugebiete ausweisen und andererseits halte die Infrastruktur der Gemeinde nicht mit, kritisierte er.

Mit den Gegenstimmen der W-E-W beschloss der Gemeinderat den Neubau der Kinderkrippe hinter der Schule. Die Verwaltung muss aber noch sicherstellen, dass eine Erweiterung auf vier Gruppen an diesem Standort möglich ist.

Quelle: http://www.ovb-online.de/muehldorf/kinderkrippe-ortsmitte-7013706.html

Das Regenwasser vom Glatzberg

In regelmäßigen Abständen ist das Regenwasser am Glatzberg Thema im Gemeinderat Heldenstein. Georg Stöckl (UWG) drängt seit langem auf eine Lösung des Problems mit dem Regenwasser am Glatzberg. Erst im Juli hat er sich erneut an die Kommunalaufsicht im Landratsamt gewandt, das wiederum eine Stellungnahme von der Gemeinde fordert.

Bürgermeister Helmut Kirmeier (CSU) sprach in seinem Sachvortrag davon, dass die Entwässerungsanlagen funktionstüchtig seien. Einzig eine durch Wurzeln verstopfte Ableitung sei nicht mehr instand gesetzt worden. Die Grundstückseigentümerin hatte es der Gemeinde erlaubt, auf ihrem Grundstück einen offenen Graben entlang des Weges anzulegen, um das Niederschlagswasser abzuleiten. Einen ersten Bereich habe der Bauhof soweit hergerichtet, dass keine Beanstandung mehr vorliege. Der Durchlass sei freigelegt.

In der jüngsten Sitzung stellte Robert Behringer vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Mühldorf Planungsgrundlagen vor. Ein erster Schritt war die Ermittlung der Einzugsflächen, dazu gehören Landwirtschaft, Fahrbahnen und Dächer. Über einen offenen Graben fließe das Regenwasser in den Hartinger Bach.

Biotop als Rückhaltefläche

Im Auslauf vom Glatzberg biete sich ein Biotop als Rückhaltefläche an. „Das ist die einzig mögliche wirtschaftliche Fläche“, erklärte Robert Behringer. Voraussetzung: Die Leitungen müssen funktionieren.

An diesem Punkt hakte Georg Stöckl forsch ein: „Es läuft nichts ins öffentliche Netz. Der Graben ist nicht vorhanden.“ Das Wasser bleibe in der Wiese.

Stöckl zweifelte an, dass die Entwässerung richtig funktioniere. Daher legte er dem Gremium eine Übersicht vor, an welchen Stellen es seiner Ansicht nach im ersten Bereich noch immer Probleme gibt und wie sich dies lösen lasse. So müsse zum Beispiel der Graben durchgehend in einer Breite und Tiefe von jeweils 50 Zentimetern ausgebaggert werden, der Wildwuchs müsse abgemäht und die Rohre unter den beiden Feldzufahrten müssen eventuell freigeräumt werden. Auch im zweiten Bereich ist nach seiner Ansicht ein Graben nicht mehr vorhanden, das Wasser läuft an einem Gully vorbei. Sein Vorschlag: einen Zulauf zum Gully graben, Betonrinnen verlegen und Verrohrungen freiräumen. „Diese Maßnahmen sollen durchgeführt und jedes Jahr kontrolliert werden“, forderte Stöckl.

Debatte zwischen Stöckl und Kirmeier

Beim Thema „Glatzberg“ kommt es zwischen Bürgermeister Helmut Kirmeier (CSU) und Georg Stöckl (UWG) mitunter zu hitzigen Diskussionen. Der Umgangston wird rauer, es fallen Sätze wie „bei der Wahrheit bleiben“ oder „stimmt nicht“. Bürgermeister Helmut Kirmeier zog sich bei diesem Punkt zurück und wollte sich zu Nachfragen von Klaus Neßler (UWG) auch nicht mehr äußern, ob der Bauhof die Arbeiten im ersten Bereich erledigt hat. Diese seien nicht Thema, erklärte der Bürgermeister. Auf der Tagesordnung stand die Regenwassereinleitung am Glatzberg, nicht aber die Entwässerung.

Zweiter Bürgermeister Rupert Müller leitete daraufhin die Diskussion und stellte in Aussicht, dass diese Frage bis zum nächsten Mal geklärt werde.

Quelle: OVB-online.de

Erdöl-Probeförderung im „Ampfinger Feld“ hat begonnen

Die RDG GmbH hat wie geplant mit der Öl-Probeförderung im „Ampfinger Sandstein“ begonnen. Wie es seitens des zum österreichischen RAG-Konzern gehörenden Unternehmens heißt, sind in den vergangenen Wochen auf dem Gelände der sogenannte Antrieb, ein typischer Pumpenbock, und diverse Anlagen in Container-Bauform installiert sowie die behördlichen Abnahmen der Testanlage durch das Bergamt Südbayern und den TÜV Süd durchgeführt worden. Jetzt hat die Probeförderung begonnen, die auf etwa drei Monate angelegt ist. Während dieses Zeitraums wer-den die Förderraten gemessen und ausgewertet, um die Wirtschaftlichkeit einer dauerhaften Förderung zu prüfen.

Die Arbeiten finden auf der bestehenden Fläche im Ampfinger Umfeld statt. Das Erlaubnisfeld zieht sich von Heldenstein bis in den westlichen Landkreis Altötting. Ziel der Probeförderung ist es, Daten zu sammeln über die künftig mögliche Ölmenge, die im sogenannten Ampfinger Feld zu erwarten ist.

Quelle: heimatzeitung.de

Unwetter hiterlassen Spuren in Heldenstein

Die Liste der Unwetterschäden war lang, die Bürgermeister Helmut Kirmeier (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats aufzählte: In Haigerloh und Weidenbach kam das Wasser vom Berg runter, in Bachham stieg der Hartinger Bach über die Ufer, in Harting war die MÜ 40 überschwemmt und in Heldenstein stand sogar der Spielplatz unter Wasser.

Doch am Schlimmsten betroffen war Söllerstadt. Hier stand das Wasser in einem Haus rund 30 Zentimeter hoch. In einem anderem Gebäude kam Wasser aus der Kanalisation. Bürgermeister Helmut Kirmeier sprach von „überdimensionalen Massen“, die nicht alle wegzubringen waren. Die Gullys hätten nicht ausgereicht, das Oberflächenwasser abzuführen. Die großen Wassermassen im Kirchbrunner Bach führte Kirmeier unter anderem auf die Baustelle für die Autobahn zurück. Bleibt die Frage, was sich tun lässt, um die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren.

Einen erste Schwachstelle in Söllerstadt machte Thomas Axenbeck (CSU) am Bachdurchlauf unter der Isentalstraße aus. Dort würde die Durchlaufgröße plötzlich verringert werden.

Aus dem Gremium waren verschiedene Vorschläge zu hören, wie sich solche Unwetterereignisse künftig besser abfangen lassen: Gräben ausräumen, Rückhaltebecken schaffen oder Durchlässe vergrößern. Stefan Erfurt (W-E-W) schlug vor, eine Gemeindekarte zu erstellen, auf der die Unwetterereignisse eingezeichnet und die entsprechenden Quellen definiert werden. Darauf basierend können Entscheidungen getroffen werden, wie das natürliche Gelände genutzt werden kann, um Wassermassen umzuleiten.

Gerhard Grochowski (UWG) sah eine der Ursachen darin, dass ein Überlaufbecken der B 12 verlandet ist und daher kein Wasser aufnehmen konnte. Dieses sei dann in den Bräuweiher geschwappt und von dort weiter in den Kirchbrunner Bach. Viele Gemeinderäte hatten bis dato von dem Becken nichts gewusst. Dass es ausgebaggert werden muss, darin waren sie sich einig. Bertram Häußler (UWG) schlug Gespräche mit allen Instanzen vor, um sich Unterstützung zu holen.

Es stand nicht zur Diskussion, dass zeitnah gehandelt werden muss. Helmut Kirmeier sprach bereits von einem Ortstermin mit dem Landratsamt, damit Sickerschächte ausgeräumt werden.

Quelle: OVB-online.de

Alter Wirt in Heldenstein wird geschlossen

Der Alte Wirt wird geschlossen – ab 1. Mai. Nachdem sich der Gemeinderat nicht über das weitere Vorgehen verständigen konnte, zieht Bürgermeister Helmut Kirmeier (CSU) die Konsequenzen. Der Betrieb im „Alten Wirt“ ist nämlich seit geraumer Zeit nur geduldet, jetzt will er die Verantwortung nicht länger übernehmen.

Und dann gibt es noch den Alten Wirt…

Viele große Aufgaben stehen in den nächsten Jahren auf der Agenda der Gemeinde: Kindergarten, Kinderkrippe und Schule. Aufgaben, die bewältigt werden müssen. Und dann gibt es noch den Alten Wirt, dessen Sanierung mit rund 1,4 Millionen Euro veranschlagt ist. Pflichtaufgabe ist sie nicht.

Nun aber bot sich der Gemeinde die Chance auf eine Förderung in Höhe von 60 Prozent aus dem Bereich Dorferneuerung. Allerdings: Die genehmigte Eingabeplanung inklusive Kostenschätzung muss bis 31. Mai dem Amt für ländliche Entwicklung vorliegen. Ein Zeitdruck, dem sich die Mehrheit nicht beugen will.

Das Amt für ländliche Entwicklung legt das ELER-Programm neu auf. Das von Vereinen und Gemeinderat entwickelte Nutzungskonzept ist nach Aussage von Bürgermeister Helmut Kirmeier Basis für eine Förderung. Das Konzept ist aber bislang noch nicht fertig ausgearbeitet, die Verwaltung wollte nun die weitere Vorgehensweise abklären. Die größten Erfolgschancen prognostizierte die Verwaltung für den ersten Antragszeitraum – aufgrund der Kürze der Antragstellung. „Im zweiten und dritten Auswahlverfahren wird es schwieriger“, sagte Helmut Kirmeier.

Fehlende Bürgerbefragung

Doch zwei wichtige Punkte waren für einige Gemeinderäte bis dato nicht geklärt: Die Kosten und die fehlende Bürgerbefragung. Die Sanierung ist mit knapp 1,4 Millionen Euro veranschlagt, laut Variante eins bleiben abzüglich der Planungskosten (309 000 Euro) netto 907 000 Euro. Der Zuschuss in Höhe von 60 Prozent betrage 545 000 Euro, 845 000 Euro müsse die Gemeinde schultern. Variante 2 rechnet eine Eigenleistung (Vereine, Bürger, Spenden) in Höhe von 300 000 Euro ein. Der Zuschuss liege dann bei 393 000 Euro, 696 000 Euro bleiben der Gemeinde.

Klaus Neßler (UWG) reichten diese Zahlen nicht, er wollte Informationen zu den jährlichen Kosten, einen Finanzplan. „Wie lässt sich das alles refinanzieren? Was können die Vereine leisten?“, fragte er. Für ihn müsse dies geklärt sein, denn immerhin stelle die gesamte Gemeinde das Geld zur Verfügung. „Wir sind verantwortlich für die Gelder der Gemeinde. Wir wissen gar nichts und sollen abstimmen“, begründete er sein „schlechtes Gefühl“. Auch Bertram Häußler (UWG) kritisierte die offenen Fragen und die knappe Zeit. Ein Problem sah er darin, dass zu viele Räume nur teilweise genutzt werden.

Eine „Hauruck“-Entscheidung wollte Andrea Geisberger (W-E-W) nicht treffen. „Es fehlt die Einigkeit.“ Auch eine Bürgerbefragung habe bislang nicht stattgefunden und sei zeitlich auch nicht mehr möglich. In der Dezembersitzung hatte sich der Gemeinderat auf eine Bürgerbefragung geeinigt.

Ein Versprechen, das Gerhard Grochowski (UWG) auch einlösen will. Denn: „Eine Eigenleistung von 300 000 Euro ist nicht zu schaffen, wenn wir die Sanierung in dieser Art und Weise durchsetzen.“

„Eine Förderung von 60 Prozent bekommen wir wohl nie wieder.“

Zweiter Bürgermeister Rupert Müller (CSU) sah eine Chance für die Gemeinde: „Eine Förderung von 60 Prozent bekommen wir wohl nie wieder.“ Für ihn sei das erarbeitete Konzept „optimal“, das Gebäude wichtig für das Gemeindeleben.

Fraktionskollege Thomas Axenbeck war „hin- und hergerissen“. Auch er sah die große Chance der 60-Prozent-Förderung, aber zugleich die anstehenden Aufgaben der Gemeinde. Er setzte die Prioritäten zugunsten von Kindergarten und Kinderkrippe. Dann auch noch den „Alten Wirt“ zu sanieren, „das zerreißt uns finanziell. Es ist nicht alles zu leisten“. Investitionen in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro stehen an, überschlug Georg Stöckl (UWG). „Und dann träumen wir vom Alten Wirt.“

Die Sanierung bleibt vorerst ein Traum, denn mit 6:8 Stimmen lehnten es die Gemeinderäte ab, dass man sich so kurzfristig um die Förderung bewerben soll.

Quelle: http://www.ovb-online.de/muehldorf/alter-wirt-wird-geschlossen-6287115.html
Bild: (c) OVB-online